Was sind Konnektor und TIaaS überhaupt?
Beide Begriffe beschreiben dasselbe Ziel: den verschlüsselten Zugang Ihrer Praxis-IT zur Telematikinfrastruktur. Unterschieden wird nur, wo diese sicherheitskritische Komponente physisch läuft.
Eine zertifizierte Hardware-Box steht in Ihrer Praxis (typischerweise im Serverraum oder neben dem Router). Sie baut den VPN-Tunnel zur TI auf, verarbeitet Karten-Authentifizierungen und stellt Fachdienste bereit. Hersteller: secunet, RISE, CGM, KoCoBox. Geräte sind teils EOL (End-of-Life) und werden nicht mehr verkauft.
Die Konnektor-Funktion läuft im Rechenzentrum eines zertifizierten Anbieters. Ihre Praxis verbindet sich per VPN-Client direkt mit dem Cloud-Konnektor. Hardware vor Ort: lediglich Kartenterminal und Router/Internet — kein eigener Konnektor mehr. Die gematik unterstützt diese Architektur als Standard für die nächsten Jahre.
Manche Anbieter kombinieren lokal installierte Mini-Boxen (für die Karten-Authentifizierung) mit Cloud-Gateway (für die TI-Anbindung). Diese hybriden Lösungen sind ein guter Übergang für Praxen mit ungewöhnlichen Netzwerk-Setups oder mehreren Standorten.
Die gematik-Roadmap "TI 2.0" entfernt sukzessive den Konnektor als zwingendes Hardware-Element. Stattdessen kommunizieren Praxis-Anwendungen direkt mit der TI per Identity-Federation. TIaaS ist damit die zukunftssichere Brückenarchitektur.